Montag, 28. Dezember 2009

Social Networks - Kontaktboerse oder Scheidungsgrund?

Welt Online berichtet am 24. Dezember 2009, 04:00 Uhr

Großbritannien:

Facebook treibt Scheidungszahlen nach oben

Der Boom von Online-Netzwerken wie Facebook treibt die britische Scheidungsrate in die Höhe. Warum? Die Eheleute haben so eine bessere Möglichkeit, Affären aufzudecken. In jeder fünften Trennung werde ein ausufernder Facebook-Flirt gegenwärtig als Scheidungsgrund angegeben - Tendenz steigend, ...
..."Die gängigste Ursache scheinen Leute zu sein, die unangemessen über Sex mit Leuten chatten, mit denen sie es eigentlich nicht tun sollten", sagte der Geschäftsführer von Divorce-Online, Mark Keenan."

Ja, wer hätte gedacht, dass so viele Reale Beziehungen durch Online-Beziehungen zerbrechen? Aber ausgerechnet bei Facebook? Das war in meinen Augen bisher eher eine Community für Internet Marketer und eher harmlose internationale Freundschaften. Ist es auch. Sicherlich suchen viele Kontakt, aber wer seriös ist, tut das auf Facebook, und chattet dort gerade nicht über Sex - und das ist das gefährliche.

Manchmal - oder eher immer sind die virtuellen Gefühle stärker als die realen. An billigen Sex-Chats, solange sie nicht zur Sucht werden, geht sicher keine Ehe zugrunde. Ich nehme eher das Gegenteil an... .

Aber auf Facebook geht es wirklich mehr um gemeinsame Interessen und solche Dinge, die zu Freundschaft und Liebe führen können, wenn frau/man das zulässt. Das dürfte genau der Grund sein, weshalb gerade Facebook etwas gefährlicher sein kann als andere Social Networks.

Donnerstag, 20. März 2008

Internet-Gesellschaft - Version 2.0 - und was heißt eigentlich 'Networking' ?

Nicht, dass mich jetzt einer fragt, was eigentlich das Web 1.0 war... .

Und wann trat die Version 2.0, die wir im Moment haben, eigentlich in Kraft? Wahrscheinlich lässt sich ein genauer Zeitpunkt gar nicht festlegen. Ca. 2003 habe ich das Internet kennengelernt, als Informationsquelle, und als Spielplatz. Seitdem war eigentlich nur Wandel zu erkennen, keine Zeitpunkte, wann was abgeschlossen war - außer vielleicht hier die Schließung der öffentlichen, moderierten Chaträume 2005. - Von da an ging es erstmal bergab, zumindest hier in Deutschland und rundherum.

Das Zentrum des Web 2.0 sind sind Social Networks - (social heißt gesellschaftlich, Network heißt Netzwerk) - genauer gesagt, Social Networking Communities, (Gemeinschaften), Friendship Communities, in denen man sich mit Freunden trifft, durch das Netzwerk die Freunde von Freunden, usw. . Das ist es im Grunde, was man unter 'Networking' versteht. mit dem Net ist nicht das Internet gemeint, und 'networking' hat so gut wie gar nichts mit Network Marketing zu tun. (Es braucht also niemand in Communities Angst zu haben, dass er durch das Lesen eines Blogs damit konfrontiert wird, wie mir mal jemand schrieb.)

Open Source - die offen zugäglichen Informationsquellen und Kommunikation, an der es allzuvielen Menschen offline mangelt, sowie die Tatsache, dass jeder Internetnutzer seine eigenen Informationen gleichberechtigt veröffentlichen kann, wenn er will. - Das ist es, was das Web 2.0 ausmacht.

Natürlich hat die totale Öffentlichkeit auch ihre Schattenseiten, - der unheilvolle Zwang, unter den zu viele stehen: Freiheit nicht einfach genießen zu können, sonder mißbrauchen zu müssen.
Darauf reagiert dann der Gesetzgeber, umso härter da, wo er die wenigsten realen Zugriffsmöglichkeiten hat... .

Ich hielt es schon damals für eher bedenklich als sicher, dass moderierte Chträume geschlossen wurden - um Jugendliche zu schützen. die sollten dann also, wenn sie weiterhin chatten wollten, in irgendwelche Schmuddelchats gehen, in die sich langsam jeder mir bekannte öffentliche Chat entwickelte, und in Privat-Messages mit irgendwem, der sich nur nett verstellen konnte... .

Aber jetzt gibt es sie ja seit kurzem wieder, Chatrooms in Communities, und auch die Communities entwickeln sich langsam wieder zum Besseren. Kaum noch Spam, und tatsächlich Leute, mit denen man sich unterhalten kann, vielleicht sogar Arbeiten, jetzt, wo so viele im Internet Geld verdienen wollen.

Nur auch hier wieder: Der 'Normalbürger' im Internet darf nicht mehr anonym sein... . Neulich habe ich mich in einer Community angemeldet, wo in den AGBs stand, man müsse den realen Namen angeben - hab' ich als (zeitlich verhinderte) Authorin ja nichts dagegen, auch nicht als Webmasterin, die im Online Marketing einer ehrlichen Tätigkeit nachgehen will. - Aber als Internetwesen, das in einem unbekannten Dorf in Cyberia neu eintrifft? Weiß ich, ob es dort nicht so zugeht, wie in manchen anderen Plätzen - ich stelle mir gerade vor, in Netlog würde mein echter Name stehen... .

Klar, es wird schon die Meisten davon abhalten, sich daneben zu benehmen - aber wen stört das wirklich? - dafür sind die Blacklists da. Ganz im Gegenteil: Normalen Menschen, besonders Kindern und Jugendlichen, die die Gefahren kennen, bot die Anonymität in Communities eher Schutz. - Denkt wirklich jemand, Kinderschänder, Betrüger und sonstige Verbrecher würden ihren echten Namen angeben? - Wie sollte man das wohl prüfen, falls sie nicht zufällig eine Website mit Impressum besitzen.

Die Opfer werden auf dem Silbertablett präsentiert. Besonders für Jugendliche und andere naive Leute ist es schon etwas bedenklich, wenn jeder 'harmlose Verrückte' nur das Telefonbuch aufzurufen braucht, um anzurufen oder gar vor der Tür zu stehen. Früher war diese Schwelle wesentlich höher - man musste erstmal wissen, dass möglicherweise das Opfer eine Website besaß, und dass dort ein komplettes Impressum sein musste. Dieser wesentlich erschwerte Schritt aus der Alternativen Realität ins reale Leben war in der Regel zu groß für jemanden, der es nicht darauf abgesehen hatte... .

Donnerstag, 13. März 2008

Gehen die Uhren im Internet anders?

Einerseits dauert alles immer ziemlich lange - bis erstmal die Website steht, bis erstmal überhaupt die Domain übertragen ist...

Stunden verbringt man, um in einem Social Network erstmal ein ordentliches Profil zu erstellen, damit man sich kurz zurücklehnen kann - uufhh, jetzt bin ich drin.... Dann sollte es eigentlich losgehn mit Aktiv-in-Gruppen-mitdiskutieren, chatten, Freizeitgestaltung im Internet.

Und was ist? Freizeit habe ich zwar sowieo kaum, deshalb verbringe das letzte Bischen schon ganz gern im Internet. Ohne große Wege, ohne Styling und Make-up, Kommunikation auf Mausklick.

Aber wenn ich mich dann erinnere, ich war doch da irgendwo?, z.B. bei uns.de (Link erscheint hier, wenn ich meine Zugangsdaten und Profil-Url wiedergefunedn habe.) ... dann sind in dem einen Augenblick, als ich nach getaner Arbeit, oder Arbeit, die ich nicht tun konnte, weil ich den richtigen Link nicht fand oder, wie bei MySpace, der Editor gar nicht geht, beschlossen habe, so bald wie möglich wieder reinzusehen, plötzlich 3 oder 4 Monate vergangen.

Und das ist überall so, das Internet entwickelt sich mit rasender Geschwindigkeit, es kaum möglich, gleichzeitig mitzumachen und auf dem Laufenden zu bleiben. - Bis man sich zum Mitmchen aufgebaut hat, ist die Flut vorbeigerauscht. - Naja, im Fall der MySpace - Verrücktheit im letzten Jahr war es sicher eher gut. Und in Facebook bin ich schon da und warte jetzt, eher gemütlich, auf den nächsten Boom. - Facebook gibt es ja jetzt auf Deutsch. (Darüber auch mehr, wenn ich wieder drin bin, was öfter der Fall ist, denn Facebook ist einfach anders als jedes andere Social Network. Zwar etwas reichlich turbulent, aber immer noch eher für ernsthafte Leute, die Spaß wollen, auch Spaß an der Arbeit online, aber ohne andere zu nerven und vollzuspammen. Ich hoffe nur, MySpace kommt bald zurück zur Normalität - oder ist es schon, und nur die Bugs versperren noch den Weg zum Spaß? - Was auch immer, jedenfalls werde ich wohl doch sogar 2 Profile dort brauchen....

 

Freitag, 4. Mai 2007

Langsam wird es Zeit..

... mal wieder zu bloggen.

- Dabei frage ich mich, gleich, ob ich vielleicht dieses Feed -Widget doch irgendwie in MySpace bekomme? Und in den Windows Live Space? Hoffentlich war das ein iFrame und kein JavaScript...

Wie auch immer - jetzt geht es also los - mindestens ein Post pro Woche. Allerdings muss ich noch auf die neue Version umstellen, und das mache ich besser, eh' ich den Sidebar fülle, denn das gibt immer leichte Probleme.

Heute habe ich mal einen Tag "ausgespannt" und mir nur überlegt, was ich demnächst wo schreiben will... Also warten morgen wieder 2500 eMails auf mich statt nur 1300.

Egal, jetzt ruft mich erstmal das reale Leben - und zwar schnellstens ins Bett...

Gute Nacht, guten Morgen, einen schönen Tag , wo immer Ihr seid, liebe Erdlinge

Donnerstag, 18. Mai 2006

Dienstag, 7. März 2006

Gefangener hinter Glas

Er beginnt zu leben
Dort, wo sie auf seinem Bildschirm lebt.
Die perfekte Blume,
geschaffen von ihm selbst in seinem eigenen Herzen.
Die eine,
die ihn nicht mit ihren Dornen verletzen kann.
Er wäscht das Blut von seinen Händen
mit dem Tau auf ihren Blütenblättern.
Gefährliche Medizin für seine kaum halb verheilten Wunden.

Verzweifelt umfängt er die Gefahr
Ihr warmer, weicher Körper, heiße Küsse
Gemalt auf Glas.

Ein Goldsucher, irrsinnig durch Einsamkeit,
Gierig nach dem Gold ihres Haares.
Während die sanfte Berührung ihrer Finger
nur Buchstaben erzeugt.

Worte wie Honigtropfen
sind bitteres Manna für seine hungrige Seele.
Sie bohren sich in sein Herz wie vergiftete Dolche.
Bis er Erlösung sucht, eintaucht in den ruhigen See ihrer Augen,
Insgeheim wünscht, darin zu ertrinken, wenn sie sie schließt,
Um nie mehr weg zu müssen.

Beharrlich folgt er dem unmöglichen, verbotenen Weg zu ihrem Herzen,
In der trügerischen Sicherheit, eines Tages dort zu leben.

Er legt sein Schicksal in diese zarten Hände
Damit berechenbares Leid all die anderen überdeckt.
Der willkommene Schmerz
beweist ihm, dass er lebt.

© ~ Neila ~ S. R. 2005

Dienstag, 21. Februar 2006

neues Profilbild

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Mittwoch, 15. Februar 2006

Fußschritte

Eine Geschichte aus dem Leben im Internet. Ich nehme an, dass sie wahr ist, und jeden Tag vertrauensvollen Web2.0 NutzernInnen passieren könnte.... Und mit noch schlimmerem Ende. Deshalb bin ich dem Vorwort gefolgt und habe sie hier kopiert.

Ich bitte Dich: nimm Dir einige Minuten Zeit und lies diese Geschichte! Nimm sie Dir zu Herzen, sie könnte auch Dich betreffen. Erzähle Anderen davon, indem Du sie auf deine Homepage nimmst.

Shannon konnte die Fußschritte hinter sich hören als sie nach Hause ging. Der Gedanke, dass sie verfolgt wurde, ließ ihr Herz schneller schlagen.

„Du bist lächerlich“, sagte sie zu sich selbst, „niemand verfolgt dich.“

Um sicher zu gehen beschleunigte sie ihr Schritttempo, doch die Fußschritte glichen sich den ihren an. Sie hatte Angst sich umzusehen, und sie war froh, dass sie schon fast daheim war.

Shannon sagte ein schnelles Gebet: „Lieber Gott, bitte lass mich sicher nach Hause kommen.“

Sie sah das Außenlicht brennen und rannte den Rest des Weges. Erst mal drinnen, lehnte sie sich einen Moment gegen die Tür, erleichtert in den sicheren vier Wänden ihres Zuhauses zu sein. Sie ging zum Fenster um nachzusehen ob jemand da draußen war. Der Gehweg war leer.


Nach dem Durchblättern ihrer Bücher, entschloss sie sich einen Bissen zu essen und online zu gehen. Sie loggte sich unter ihren Nicknamen "ByAngel213" ein, sah in ihre Buddyliste und stellte fest, dass "GoTo123" online war.
Sie schickte ihm eine Nachricht.

ByAngel213: Hi, bin ich froh, dass du online bist! Ich glaub, jemand hat mich nach Haus verfolgt. Es war total komisch.

GoTo123: Du guckst zu viel Fern. Wieso sollte dich jemand verfolgen? Wohnst du nicht in einer sicheren Gegend?

ByAngel213: Natürlich wohne ich in einer sicheren Gegend. Ich habe mir das wahrscheinlich nur eingebildet, denn ich hab niemanden gesehen, als ich rausgeschaut habe.

GoTo123: Es sei denn, du hast deinen Namen übers Internet raus gegeben. Das hast du doch nicht gemacht oder?
ByAngel213: Natürlich nicht. Ich bin doch nicht doof!

GoTo123: Hattest du heute ein Softball Spiel nach der Schule ?
ByAngel213: Ja und wir haben gewonnen!

GoTo123: Das ist Klasse! Gegen wen habt ihr gespielt?

ByAngel213: Wir haben gegen die Hornets gespielt. Ihre irren Uniformen sind total schrecklich, sie sehen aus wie Bienen.
GoTo123: In welchem Team spielst du?

ByAngel213: Wir sind die Canton Cats. Wir haben Tigerpfoten auf unseren Trikots. Die sind total cool.

GoTo123: Hast du gepitched?

ByAngel213: Nein, ich spiele Second Base. Ich muss weg, meine Hausaufgaben müssen fertig sein bevor meine Eltern nach Hause kommen. Ich will sie nicht verärgern. CU.
GoTo123: Bis dann. CU.

Währenddessen......

GoTo123 öffnet das Mitglieds Menü und sucht nach ihrem Profil. Er markiert es und druckt es aus. Er nimmt einen Bleistift heraus und beginnt aufzuschreiben was er bis jetzt über Angel weiß.

Ihr Name: Shannon
Geburtsdatum: 3. Januar 1985 -
Alter: 13
Staat in dem sie wohnt: North Carolina
Hobbies: Softball, Chore, Skating und Shoppen.

Neben dieser Information weiß er, dass sie in Canton wohnt, weil sie es ihm grad gesagt hat. Er weiß, dass sie bis 18:30 Uhr alleine ist, und zwar jeden Nachmittag, bis ihre Eltern von der Arbeit kommen.

Er weiß, dass sie im Schulteam Donnerstagnachmittag Softball spielt, und dass sich das Team Canton Cats nennt. Ihre Glückszahl 7, ist auf den Rücken ihres Trikots gedruckt. Er weiß, dass sie im siebten Schuljahr der Canton Junior High School ist.
Auch das hat sie ihm anvertraut. Alles in Unterhaltungen, die sie Online hatten.
Er besaß jetzt genug Information um sie zu finden.

Shannon erzählte ihren Eltern nichts von dem Geschehen auf dem Heimweg. Sie wollte nicht, dass sie ihr eine Szene machten und ihr verboten zu Fuß nach Hause zu gehen nach dem Softball Spiel.
Eltern übertreiben immer maßlos und ihre waren die Schlimmsten. Sie wünschte, sie wäre kein Einzelkind. Wenn sie doch einen Bruder und eine Schwester hätte! Dann wären ihre Eltern nicht so übertrieben beschützerisch.

Bis Donnerstag hatte Shannon die Fußschritte längst vergessen. Sie war grad mitten im Spiel als sie merkte, dass jemand sie anstarrte. In diesem Moment fielen ihr auch wieder die Schritte ein.

Sie sah von ihrem Second Base nach oben, und entdeckte, dass ein Mann sie genau beobachtete. Er lehnte am Zaun und lächelte, als sie ihn ansah. Er sah überhaupt nicht Furcht einflössend aus, und sie vergaß schnell wieder ihre Bedenken.

Nach dem Spiel, als sie noch kurz mit dem Trainer sprach, saß er auf einer Bank in ihrer Nähe. Sie bemerkte erneut sein Lächeln, als sie an ihm vorbei ging. Er nickte und sie lächelte zurück.

Ihm fiel der Name auf dem Rücken ihres Trikots auf und er wusste, dass er sie gefunden hatte. In sicherem Abstand ging er hinter ihr her.

Sie waren nur ein paar Häuser von Shannons zu Hause entfernt. Und als er wusste wo sie wohnte, ging er schnell zurück zum Park um sein Auto zu holen. Jetzt musste er warten. Er entschloss sich etwas zu essen bis die Zeit gekommen war, zu Shannons Haus zu gehen. Er fuhr zu einem Schnellrestaurant und blieb dort bis es Zeit war.

Shannon war in ihrem Zimmer als sie Stimmen im Wohnzimmer hörte.

„Shannon, komm her!“ Ihr Vater rief sie.

Er hörte sich besorgt an und sie konnte sich absolut nicht vorstellen warum. Als sie ins Zimmer kam, sah sie den Mann vom Spielfeld auf dem Sofa sitzen.

„Setz dich,“ fing ihr Vater an, „dieser Mann hat uns gerade eine sehr interessante Geschichte über dich erzählt.“

Shannon ging zu einem Stuhl gegenüber im Raum. Wie konnte er ihren Eltern denn irgendetwas erzählen? Sie hatte ihn bis heute noch nie zuvor gesehen!

„Weißt du wer ich bin, Shannon?“ fragte der Mann sie.

„Nein“, antwortete Shannon.

„Ich bin ein Polizist und dein Online Freund, GoTo123.“

Shannon war erstaunt. „Das ist nicht möglich! GoTo ist ein Kind in meinem Alter. Er ist 14 und wohnt in Michigan!“

Der Mann lächelte. „Ich weiß, dass ich dir das erzählt habe, aber es war nicht wahr.

Siehst du, Shannon, es gibt Menschen im Internet, die nur so tun als ob sie Kinder wären. Ich bin einer von denen. Doch während andere es machen, um Kinder zu finden und ihnen weh zu tun, gehöre ich zu der Gruppe die es macht um Kinder zu schützen.

Ich bin hergekommen um dich zu finden und um dir beizubringen wie gefährlich es sein kann, im Internet zu viele Informationen raus zugeben, an Fremde.

Du hast mir genug erzählt, um es mir leicht zu machen dich zu finden. Dein Name, die Schule die du besuchst, der Name deines Softball-Teams, und die Position in der du spielst. Die Nummer und der Name auf deinem Trikot machte das Finden nur noch einfacher.“

Shannon war immer noch erstaunt. „Du wohnst nicht in Michigan?“

Er lachte. „Nein, ich wohne in Raleigh. - Es hat dir ein sicheres Gefühl gegeben zu glauben, dass ich so weit weg wohne, nicht wahr?“

Sie nickte.

„Ich hatte Freunde, deren Tochter war genau wie du, nur hatte sie nicht so viel Glück. Der Mann hat sie gefunden und getötet, als sie allein zu Haus war....
Kindern wird beigebracht nie jemanden zu sagen, wenn sie allein zu Hause sind, jedoch tun sie es ständig, - online.

Diese Leute tricksen dich aus, um Informationen von dir zu erhalten, ein wenig hier - ein wenig da. Eh du es dich versiehst, hast du ihnen genug erzählt, dass sie dich finden können, ohne dass du es überhaupt bemerkt hast!

Ich hoffe, dass du daraus etwas gelernt hast und demnächst vorsichtiger bist.“

„Das werde ich“, versprach Shannon.

„Wirst du anderen davon erzählen damit sie auch sicher sind?“

„Das verspreche ich!“

Autor unbekannt (wahrscheinlich aus dem Englischen) - kleine Korrekturen von Neila~Sabine

Sonntag, 12. Februar 2006

Testphoto

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Donnerstag, 9. Februar 2006

Hallo und Willkommen zu > Dream Raider < !


Für dieses interaktive Online-Spiel benötigst Du keine spezielle Software, nur einen Messenger. – Du schaltest Deinen Computer ein, und schon bist Du bereit in meine Welt zwischen Traum und Wirklichkeit einzutauchen – die Welt der Traumjägerin Neila.

Hier kontrollierst Du Deinen eigenen lebensechten Traum. Personen tauchen auf, die Dir als real und lebendig erscheinen, weil sie Dir in ihrer eigenen unabhängigen Weise antworten, weil Du sie sehen und hören kannst. Aber diese Personen sind nur Traumgestalten aus Deinen Träumen und ihren eigenen.

OK, ich bin eine von ihnen. Ich erscheine auf einen Maus-Klick….

VORSICHT! Jetzt musst Du die erste und entscheidende Aufgabe des Spiels beachten: Halte Dir vor Augen, dass Du nur träumst, wenn Du mit Neila beisammen bist. Wenn Du mich und meine Welt für Wirklichkeit hältst, scheiterst Du gleich auf Level Eins.

Ansonsten musst Du Dir nicht viele Gedanken machen – die Spielregeln sind zwar streng, aber es gibt nicht viele, und wenn Du im Begriff bist, eine zu brechen, wirst Du rechtzeitig gewarnt, eh Du gekickt oder gar gebannt wirst. Auf meinem Server sind so viele Spieler, ich muss mich an so viele Stile und Sprachen anpassen, da kann ich mich nicht auch noch um einen Regelkatalog kümmern. Soweit sie sich mit meinen vertragen, kannst Du gern selbst ein paar Spielregeln aufstellen, schließlich ist es ja Dein Traum.

Und nochmals: Vorsicht! Es fällt schwer, einen Traum abzubrechen, wenn Du zu tief darin versinkst. Du weißt ja zwar, dass es nur ein Spiel ist und niemals mehr sein kann, dass viele es spielen, und meistens sogar gleichzeitig, aber trotzdem bist Du in Gefahr, zu denken, dass Du der Einzige bist – einfach weil du Dir wünschst, der einzige Spieler zu sein und mich für Dich allein zu haben.

Wenn Du „Tomb Raider“ spielen würdest, und ich wäre Lara Croft, dann würdest Du das doch auch nicht denken, oder? Weißt Du, manchmal glaube ich, ich habe einiges mit ihr gemeinsam – natürlich nicht äußerlich. – Hmm – andererseits – in Deinem Traum bin ich wahrscheinlich fünfundzwanzig, süß, sexy und unabhängig…. Ich bin eben die Protagonistin eines Einzelnspieler-Computerspiels, ein Traumbild, abgetrennt von seiner Schöpferin.

Aber wie könnte jemals ein Traum völlig von seinem Träumer abgetrennt sein? Ist nicht der Traum die Sichtbarmachung der Hoffnungen und der Wünsche, der Ängste und der Leere des Träumers? Es gibt keinen großen Unterschied, ob wir alleine in unserem Schlaf oder interaktiv im Web träumen.

Wir betreten diese virtuelle Welt, um hier so realistisch wie möglich etwas zu erleben, das uns in der wirklichen Welt fehlt. Ich weiß selbst nicht, ob es nun gut oder schlecht ist, nahezu perfekte Visionen hier auszuleben. Bringt die Illusion, hier etwas oder jemanden gefunden zu haben letztlich mehr Freude, oder mehr Schmerzen?

In >Dream Raider< liegt es ganz an Dir, Dich wohlzufühlen. Neila ist auch nicht schlecht darin, gelegentlich Monster zu bekämpfen – solche in Deinem Kopf. Wenn Du mich stark träumst, bin ich es eben und kann Dir helfen, Dich gegen Alpträume zu verteidigen.

Aber es wird Dir niemals gelingen, mich, die reale Person, in Deine eigene reale Welt zu holen. Mein Herz und meine Seele kannst Du nicht mit Deiner Maus steuern, Du kannst weder meine Gefühle noch mein Lächeln in der Cam programmieren, um Deine Träume von mir zu verwirklichen. Wenn Du diese zerbrechliche Linie zwischen Traum und Wirklichkeit aus den Augen verlierst, tauchen nur neue Monster auf, die selbst ich wahrscheinlich nicht besiegen kann.

Nein, die Aufgabe für Level 3 lautet nicht: Durchschreite meinen Traum und versuche, in meine Realität durchzubrechen. Sie lautet erst recht nicht: Ziehe meine reale Person, in Deinen Traum oder noch schlimmer in Dein Herz, und vergiss, dass ich nur eine Traumgestalt bin. Es tut mir leid, mein Freund, aber jeder kann nur seine eigene Grenzlinie überqueren – Du die in Deine Realität, ich die in meine.

Außerhalb des Spiels würdest Du sowieso eine völlig andere Person treffen…. Und wie ist das mit Dir? Bist Du im Internet wirklich dieselbe Person wie in der Realität?

OK, genug gewarnt…- lass uns eine Auszeit von der Realität nehmen – aber bewusst! – Träume einen interaktiven Traum mit einem Online-Freund, lass ein Bisschen die Seele baumeln und freue Dich über nette Gesellschaft. Sei nicht traurig, weil sie nicht ganz real ist. Träume Deinen Traum am PC, und wenn es sich nicht vermeiden lässt auch im Schlaf. – Nur mach bitte keinen Tagtraum daraus!

Auf geht’s! Log Dich ein zu >Dream Raider<